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RUINE ALLERBURG
Die Ruine der Allerburg liegt auf einen nordwestlichen Ausläufer der Eichsfelder Grenzhöhe in der Nähe der Ortschaft Bockelnhagen. Die Burg wird erstmalig 1266 urkundlich als Stammsitz der Familie von Minnigerode erwähnt. Ob zuvor eine be­festigte Anlage bestand, ist nicht sicher. Die Familie von Minnigerode besaß dazu ein Gericht mit vier Dörfern und einigen Wüstungen. Sie gehörten zur Südharzer Grafschaft Lutterberg-Scharzfeld und somit war die Burg Grenzfeste gegen das südliche mainzische Eichsfeld und gegen das westliche Herzogtum Braunschweig-Grubenhagen. Im 14. Jahrhundert erfolgte der Ausbau der Anlage und eine Ober- und Unterburg entstand. Als im 14. Jahrhundert die Lutterberger Linie ausstarb, begannen die jahrhundertelagen Streitigkeiten um die Besitzrechte der Burg. Die Streitigkeiten wurden zwischen der Landgraftschaft Hessen, als Oberlehnsherr der Grafen von Honstein (Erben der Grafen von Lutterberg-Scharzfeld), den Braunschweiger Welfen und den Grafen von Schwarzberg ausgetragen. 1463 erhielten die Grafen von Schwarzburg zwei Drittel und als die Honsteiner ausstarben, 1593 das letzte Drittel der Burg. Die Burg wurde 1525 von aufständischen Bauern des Klettenberger-Scharzfelder Haufens zerstört und nicht wieder aufgebaut. Bis 1612 wurde das Gebiet durch die Minnigeröder Herren verwaltet, ehe es 1612 von den welfischen Herzögen von Braunschweig besetzt wurde. Durch einen Prozeß vor dem Reichskammergericht, erzwangen die Grafen von Schwarzburg die Rückgabe. Durch den dreißigjährigen Krieg konnten sie die Rückgabe nicht verwirklichen. Danach erhob das Kurfürstentum Brandenburg seine Ansprüche auf das Gebiet der Allerburger und auf das Gebiet der Honsteiner. 1654 und 1706 wurde jedoch bestätigt, daß das Gebiet den Grafen von Schwarzburg gehört. Durch den Wiener Kongreß 1816 wurde das Gebiet an Preußen abgetreten und dem Kreis Worbis zugeschlagen.
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Diese Seite wurde zuletzt am Sonntag, 30. Juli 2006, um 20:22:44 Uhr aktualisiert.